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Eugen Drewermann - Auf der Suche nach der Wahrhaftigkeit

clipped from www.wdr5.de
Bild: Eugen Drewermann; Rechte: dpa/Alexander Rüsche
Eugen Drewermann, geboren 1940 in Bergkamen als Sohn einer katholischen Mutter und eines protestantischen Vaters, sagt, als Kind habe er geglaubt, dass Gott im Kopfkissen wohnt. Drewermann studierte Theologie, um festzustellen, "dass die katholische Kirche die Betrachtung des Menschen und seiner Seele auf Verstand und moralisch angestrengten guten Willen reduziert." Auf Ängste, Obsessionen oder Zwangshandlungen gebe die Kirche keine Antwort - Umstände, die für Drewermann zur Lebensaufgabe wurden. Bis heute kreisen seine Schriften und Vorträge darum, Wege aufzuzeigen, wie Menschlichkeit zu bewahren ist und Selbstbestimmung glücken kann - unabhängig von der Kirche: "Nicht die Konfession ist wichtig, sondern was für ein Mensch du bist."
Der praktizierende Psychotherapeut und Schriftsteller ist heute jedoch nicht nur der meist gelesene Theologe Deutschlands, sein internationales Renommee macht ihn auch zu einem der begehrtesten Redner in Europa.

Benedikt, Meisner und Drewermann im Himmel

Der Papst, der Kardinal und der Theologe stehen vor Petri Pforte und erbitten Einlass. Zuvor müssen sie sich aber einer Prüfung durch die Heilige Dreifaltigkeit unterziehen.
Als erster geht der Kardinal hinein.
Nach drei Stunden kommt er wieder heraus.
"Na, wie war's?" fragen ihn die beiden anderen.
"Ach, ich muss noch einmal auf die Erde; ich habe da etwas falsch gemacht", sagt der Kardinal.
Als nächster ist der Papst dran.
Nach drei Tagen kommt er wieder heraus.
"Na, wie ging es?" wollen Petrus und Drewermann wissen.
"Ach, ich muss noch einmal auf die Erde; ich habe da etwas falsch gemacht", sagt der Papst.
Nun ist Drewermann an der Reihe.
Nach drei Wochen kommt Jesus heraus.
"Nanu?" fragt Petrus. "Was ist geschehen?"
"Ach", sagt Jesus, "ich muss noch einmal auf die Erde..."