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Auferstehung

Auferstehn, ja, auferstehn wirst du,
Mein Staub, nach kurzer Ruh!
Unsterblichs Leben
Wird, der dich schuf, dir geben!
Halleluja!

Wieder aufzublühn werd ich gesät!
Der Herr der Erndte geht
Und sammelt Garben
Uns ein, uns ein, die starben!
Halleluja!

Tag des Danks! der Freudenthränen Tag!
Du meines Gottes Tag!
Wenn ich im Grabe
Genug geschlummert habe,
Erweckst du mich!

Wie den Träumenden wirds dann uns seyn!
Mit Jesu gehn wir ein
Zu seinen Freuden!
Der müden Pilger Leiden
Sind dann nicht mehr!

Ach ins Allerheiligste führt mich
Mein Mittler dann; lebt' ich
Im Heiligthume
Zu seines Namens Ruhme!
Halleluja!

Friedrich Gottlieb Klopstock

Melodie: "Jesus Christus unser Heiland, der den Tod überwand"

Entstehungsjahr: vor 1758.
Aus: Geistliche Lieder / 1. Theil.
Klopstocks Werke, Bd. 5. G. J. Göschen'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart: 1876, S. 265-266.
Erstdruck in »Geistliche Lieder. Erster Theil«, 1758




Gustav Mahler: 2. Sinfonie ("Auferstehungssinfonie"), Finale (Schlussteil)
Text von Friedrich Gottlieb Klopstock (erste Strophe) und von Gustav Mahler

Chor und Sopran:
Aufersteh'n, ja aufersteh'n wirst du,
Mein Staub, nach kurzer Ruh!
Unsterblich Leben
Wird, der dich rief, dir geben.
Wieder aufzublüh'n, wirst du gesät!
Der Herr der Ernte geht
Und sammelt Garben
Uns ein, die starben!

Alt solo:
O glaube, mein Herz, o glaube:
Es geht dir nichts verloren!
Dein ist, ja dein, was du gesehnt,
Dein, was du geliebt, was du gestritten!

Sopran solo:
O glaube: Du wardst nicht umsonst geboren!
Hast nicht umsonst gelebt, gelitten!

Chor und Alt:
Was entstanden ist, das muß vergehen!
Was vergangen, auferstehen!
Hör auf zu beben!
Bereite dich zu leben!

Sopran und Alt solo:
O Schmerz! Du Alldurchdringer!
Dir bin ich entrungen.
O Tod! Du Allbezwinger!
Nun bist du bezwungen!
Mit Flügeln, die ich mir errungen,
In heißem Liebesstreben
Werd ich entschweben
Zum Licht, zu dem kein Aug' gedrungen!

Chor:
Mit Flügeln, die ich mir errungen,
Werd ich entschweben!
Sterben wird ich, um zu leben!
Aufersteh'n, ja aufersteh'n wirst du,
Mein Herz, in einem Nu!
Was du geschlagen,
Zu Gott wird es dich tragen!




Relindis Agethen, "Auferstehung" aus der Altarbilder-Trilogie "Geburt, Tod und Auferstehung Christi"

Die Auferstehung zeigt in österlichem Glanz erstrahlende Welt und das ergrünte und erblühende Labyrinth. Von der geöffneten Grabhöhle führt in strahlender Helligkeit eine ungeheure dynamische Bewegung zum Himmel empor, und zur Verdeutlichung der Transzendenz des Geschehens ist der Auferstandene nur angedeutet. Im Vordergrund sieht man Osterglocken, einen Osterhasen und Ostereier als Symbole der Hoffnung, Erneuerung des Lebens und schöpferischer Fruchtbarkeit. Das Sterntalerkind verkörpert die Befreiung und Erlösung des Menschen durch Jesus, denn das bekannte Märchen ist eine Verdichtung der Botschaft der Bergpredigt [...]
↗kunstschule-akademie-agethen.de

♫ Gustav Mahler: 8. Sinfonie, 2. Satz

National Youth Orchestra of Great Britain, conducted by Sir Simon Rattle, 2002 BBC Proms

CHOR, ECHO

Waldung, sie schwankt heran,
Felsen, sie lasten dran,
Wurzeln, sie klammern an,
Stamm dicht an Stamm hinan,
Woge nach Woge spritzt,
Höhle, die tiefste, schützt,
Löwen, sie schleichen stumm,
Freundlich um uns herum,
Ehren geweihten Ort,
Heiligen Liebeshort.
 
 

PATER ECSTATICUS
(auf und abschwebend)

Ewiger Wonnebrand,
Glühendes Liebesband,
Siedender Schmerz der Brust,
Schäumende Gotteslust.
Pfeile, durchdringet mich,
Lanzen, bezwinget mich,
Keulen, zerschmettert mich,
Blitze, durchwettert mich,
Daß ja das Nichtige
Alles verflüchtige,
Glänze der Dauerstern,
Ewiger Liebe Kern!
 
 

PATER PROFUNDUS
(tiefe Region)

Wie Felsenabgrund mir zu Füßen
Auf tiefem Abgrund lastend ruht,
Wie tausend Bäche strahlend fließen
Zum grausen Sturz des Schaums der Flut,
Wie strack, mit eig'nem kräft'gen Triebe,
Der Stamm sich in die Lüfte tragt;
So ist es die allmächt'ge Liebe,
Die alles bildet, alles hegt.
Ist um mich her ein wildes Brausen,
Als wogte Wald und Felsengrund!
Und doch stürzt, liebevoll im Sausen,
Die Wasserfülle sich zum Schlund,
Berufen, gleich das Tal zu wässern;
Der Blitz, der flammend niederschlug,
Die Atmosphäre zu verbessern,
Die Gift und Dunst im Busen trug;
Sind Liebesboten, sie verkünden,
Was ewig schaffend uns umwallt.
Mein Inn'res mög' es auch entzünden,
Wo sich der Geist, verworren, kalt,
Verquält in stumpfer Sinne Schranken,
Scharf angeschloss'nem Kettenschmerz.
O Gott! beschwichtige die Gedanken,
Erleuchte mein bedürftig Herz!
 
 

ENGEL
(schwebend in der höhern Atmosphäre,
Faustens Unsterbliches tragend)

Gerettet ist das edle Glied
Der Geisterwelt vom Bösen:
Wer immer strebend sich bemüht,
Den können wir erlösen;
Und hat an ihm die Liebe gar
Von oben teilgenommen,
Begegnet ihm die sel'ge Schar
Mit herzlichem Willkommen.
 
 

CHOR SELIGER KNABEN

(um die höchsten Gipfel kreisend)
Hände verschlinget
Euch freudig zum Ringverein!
Regt euch und singet
Heil'ge Gefühle drein!
Göttlich belehret,
Dürft ihr vertrauen:
Den ihr verehret,
Werdet ihr schauen.
 
 

DIE JÜNGEREN ENGEL

Jene Rosen aus den Händen
Liebend-heiliger Büßerinnen
Halfen uns den Sieg gewinnen
Und das hohe Werk vollenden,
Diesen Seelenschatz erbeuten.

Böse wichen, als wir streuten,
Teufel flohen, als wir trafen.
Statt gewohnter Höllenstrafen
Fühlten Liebesqual die Geister;
Selbst der alte Satans Meister
War von spitzer Pein durchdrungen.
Jauchzet auf! Es ist gelungen.
 
 

DIE VOLLENDETEREN ENGEL

Uns bleibt ein Erdenrest
Zu tragen peinlich,
Und wär er von Asbest,
Er ist nicht reinlich.
Wenn starke Geisteskraft
Die Elemente
An sich herangerafft,
Kein Engel trennte
Geeinte Zwienatur
Der innigen beiden;
Die ewige Liebe nur
Vermag's zu scheiden.
 
 

DIE JÜNGEREN ENGEL

Ich spür' soeben,
Nebelnd um Felsenhöh',
Ein Geisterleben,
Regend sich in der Näh'.
Seliger Knaben
Seh'ich bewegte Schar,
Los von der Erde Druck.
Im Kreis gesellt,
Die sich erlaben
Am neuen Lenz und Schmuck
Der obern Welt.
Sei er zum Anbeginn,
Steigendem Vollgewinn
Diesen gesellt!
 
 

DIE SELIGEN KNABEN

Freudig empfangen wir
Diesen im Puppenstand;
Also erlangen wir
Englisches Unterpfand.
Löset die Flocken los,
Die ihn umgeben!
Schon ist er schön und groß
Von heiligem Leben.
 
 

DOCTOR MARIANUS

(in der höchsten, reinlichsten Zelle)
Hier ist die Aussicht frei,
Der Geist erhoben.
Dort ziehen Fraun vorbei,
Schwebend nach oben.
Die Herrliche mittenin
Im Sternenkranze,
Die Himmelskönigin,
Ich seh’s am Glanze.

Höchste Herrscherin der Welt!
Lasse mich im blauen,
Ausgespannten Himmelszelt
Dein Geheimnis schauen.

Billige, was des Mannes Brust
Ernst und zart beweget
Und mit heiliger Liebeslust
Dir entgegenträget.
Unbezwinglich unser Mut,
Wenn du hehr gebietest;
Plötzlich mildert sich die Glut,
Wie du uns befriedest.
 
 

DOCTOR MARIANUS, CHOR

Jungfrau, rein im schönsten Sinne,
Mutter, Ehren würdig,
Uns erwählte Königin,
Göttern ebenbürtig.
 
 

CHOR

Dir, der Unberührbaren,
Ist es nicht benommen,
Daß die leicht Verführbaren
Traulich zu dir kommen.
In die Schwachheit hingerafft,
Sind sie schwer zu retten.
Wer zerreißt aus eig'ner Kraft
Der Gelüste Ketten?
Wie entgleitet schnell der Fuß
Schiefem, glattem Boden?
 
 

CHOR DER BÜSSERINNEN

Du schwebst zu Höhen
Der ewigen Reiche;
Vernimm das Flehen,
Du Gnadenreiche!
Du Ohnegleiche!
 
 

MAGNA PECCATRIX

Bei der Liebe, die den Füßen
Deines gottverklärten Sohnes
Tränen ließ zum Balsam fließen,
Trotz des Pharisäer Hohnes;
Beim Gefäße, das so reichlich
Tropfte Wohlgeruch hernieder;
Bei den Locken, die so weichlich
Trockneten die heil'gen Glieder -
 
 

MULIER SAMARITANA

Bei dem Bronn, zu dem schon weiland
Abram ließ die Herde führen;
Bei dem Eimer, der dem Heiland
Kühl die Lippe durft' berühren;
Bei der reinen, reichen Quelle,
Die nun dorther sich ergießet,
Überflüssig, ewig helle,
Rings durch alle Welten fließt -
 
 

MARIA AEGYPTIACA

Bei dem hochgeweihten Orte,
Wo den Herrn man niederließ;
Bei dem Arm, der Von der Pforte,
Warnend mich zurücke stieß;
Bei der vierzigjähr'gen Buße,
Der ich treu in Wüsten blieb;
Bei dem sel'gen Scheidegruße,
Den im Sand ich niederschrieb -
 
 

ZU DREI

Die du großen Sünderinnen
Deine Nähe nicht verweigerst.
Und ein büßendes Gewinnen
In die Ewigkeiten steigerst,
Gönn' auch dieser guten Seele.
Die sich einmal nur vergessen.
Die nicht ahnte, daß sie fehle,
Dein Verzeihen angemessen!
 
 

UNA POENITENTIUM (Gretchen)

Neige, neige,
Du Ohnegleiche,
Du Strahlenreiche,
Dein Antlitz gnädig meinem Glück!
Der früh Geliebte,
Nicht mehr Getrübte,
Er kommt zurück.
 
 

CHOR SELIGER KNABEN

Er überwächst uns schon
An mächt'gen Gliedern.
Wird treuer Pflege Lohn
Reichlich erwidern.
Wir wurden früh entfernt
Von Lebechören.
Doch dieser hat gelernt:
Er wird uns lehren.
 
 

UNA POENITENTIUM (Gretchen)

Vom edlen Geisterchor umgeben,
Wird sich der Neue kaum gewahr,
Er ahnet kaum das frische Leben,
So gleicht er schon der heil'gen Schar.
Sieh, wie er jedem Erdenbande
Der alten Hülle sich entrafft,
Und aus ätherischem Gewande
Hervortritt erste Jugendkraft!
Vergönne mir, ihn zu belehren,
Noch blendet ihn der neue Tag.
 
 

MATER GLORIOSA

Komm! Hebe dich zu höhern Sphären!
Wenn er dich ahnet, folgt er nach.
 
 

DOCTOR MARIANUS, CHOR

Blicket auf zum Retterblick,
Alle reuig Zarten,
Euch zu sel'gem Glück
Dankend umzuarten!
Werde jeder bess're Sinn
Dir zum Dienst erbötig;
Jungfrau, Mutter, Königin,
Göttin, bleibe gnädig!
 
 

CHORUS MYSTICUS

Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird's Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist's getan;
Das Ewig Weibliche
Zieht uns hinan.

♫ Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
Der Abschied
Kathleen Ferrier


Bruno Walter (Dir.), Kathleen Ferrier (Alt), Julius Patzak (Tenor), Wiener Philharmoniker. Wien 1952 (mono). Decca 466 576–2

Der Abschied
(Hans Bethge, 1876-1946, nach Mong-Kao-Yen, 689/691–740, und Wang-Wei, 698–761; letzte Strophe vom Komponisten hinzugefügt)

Die Sonne scheidet hinter dem Gebirge.
In alle Täler steigt der Abend nieder
Mit seinen Schatten, die voll Kühlung sind.
O sieh! Wie eine Silberbarke schwebt
Der Mond am blauen Himmelssee herauf.
Ich spüre eines feinen Windes Wehn
Hinter den dunklen Fichten!

Der Bach singt voller Wohllaut durch das Dunkel.
Die Blumen blassen im Dämmerschein.
Die Erde atmet voll von Ruh und Schlaf,
Alle Sehnsucht will nun träumen.
Die müden Menschen gehn heimwärts,
Um im Schlaf vergessnes Glück
Und Jugend neu zu lernen!
Die Vögel hocken still in ihren Zweigen.
Die Welt schläft ein!

Es wehet kühl im Schatten meiner Fichten.
Ich stehe hier und harre meines Freundes;
Ich harre sein zum letzten Lebewohl.
Ich sehne mich, o Freund, an deiner Seite
Die Schönheit dieses Abends zu genießen.
Wo bleibst du? Du lässt mich lang allein!
Ich wandle auf und nieder mit meiner Laute
Auf Wegen, die vom weichen Grase schwellen.
O Schönheit! O ewigen Liebens, Lebens trunkne Welt!

Er stieg vom Pferd und reichte ihm den Trunk
Des Abschieds dar. Er fragte ihn, wohin
Er führe und auch warum es müsste sein.
Er sprach, seine Stimme war umflort: "Du, mein Freund,
Mir war auf dieser Welt das Glück nicht hold!
Wohin ich geh? Ich geh, ich wandre in die Berge.
Ich suche Ruhe für mein einsam Herz.
Ich wandle nach der Heimat, meiner Stätte.
Ich werde niemals in die Ferne schweifen.
Still ist mein Herz und harret seiner Stunde!

Die liebe Erde allüberall
Blüht auf im Lenz und grünt
Aufs neu! Allüberall und ewig
Blauen licht die Fernen!
Ewig... ewig..."


The farewell
The sun goes down behind the mountain,
Into all the valleys the evening descends
And brings cooling shades.
O see! Like a silver bark
The moon floats up the blue lake of heaven.
I feel a gentle breeze stirring
Behind the dark spruce.
The brook sings melodiously through the darkness.
The flowers grow pale in the gloaming.
The earth is breathing, full of peace and sleep.
All longing now turns in dreams,
Tired men make for home,
In sleep to recapture forgotten happiness
And youth!
The birds cower silently in the branches.
The world is falling asleep.

A cool wind blows in the shadow of my spruce.
I stand here waiting for my friend;
I wait to bid him a last farewell.
I long, my friend, at your side
To enjoy the beauty of this evening.
Where do you linger? You have left mc alone so long!
I wander up and down with my lute
On paths soft with swelling grass.
O beauty! O eternal life- and love-drunk world!

He dismounted and proffered him the drink
Of farewell. He asked where
He was going and why it had to be.
He said, and his voice trembled:
"O my friend,
In this world fortune did not smile on me.
Where I am going? I go, I wander into the mountains.
I seek peace for my lonely heart.
I am making for home, for my resting place.
I will never roam into strange lands.
My heart is still and bides its time.

The dear earth everywhere
Blossoms in spring and grows green
Anew! Everywhere, for ever,
Blue lights the horizon!
Ever... ever... "

Translation: D. Kern Holoman

Other translations:

The sun departs behind the mountains.
In all the valleys, evening descends
with its cooling shadows.
O look! Like a silver boat,
the moon floats on the blue sky-lake above.
I feel the fine wind wafting
behind the dark spruce.
The brook sings loudly through the darkness.
The flowers stand out palely in the twilight.
The earth breathes, full of peace and sleep,
and all yearning wishes to dream now.
Weary men go home,
to learn in sleep
forgotten happiness and youth.
The birds crouch silently in their branches.
The world is asleep!

It blows coolly in the shadows of my spruce.
I stand here and wait for my friend;
I wait to bid him a last farewell.
I yearn, my friend, at your side
to enjoy the beauty of this evening.
Where do you tarry? You leave me alone for so long!
I wander up and down with my lute,
on paths swelling with soft grass.
O beauty! O eternal love - eternal, love-intoxicated world!

He dismounted and handed him the drink
of parting. He asked him where
he would go, and also why it must be.
He spoke, his voice was choked: My friend,
on this earth, fortune has not been kind to me!
Where do I go? I will go, wander in the mountains.
I seek peace for my lonely heart.
I wander to find my homeland, my home.
I will never stray to foreign lands.
Quiet is my heart, waiting for its hour!

The dear earth everywhere
blooms in spring and grows green
afresh! Everywhere and eternally,
distant places have blue skies!
Eternally... eternally...

Translation from German to English copyright © by Emily Ezust


The sun goes down behind the mountains.
In all the valleys evening comes
With its shadows, filled with coolness.
O look! Like a silver sailing ship soars
The moon in a blue heavenly lake above.
I feel the passing of a gentle breeze
Behind the dark spruces.

The brook sings, full of melodious sound, through the darkness.
The flowers pale in the twilight.
The earth breathes full with rest and sleep,
All longing now wishes to dream.

Weary humanity heads home,
So that in sleep forgotten fortune
And youth may be relearned.
The birds roost silently on the branches.
The world falls asleep.

It blows cool in the shadows of my spruces.
I stand here and wait for my friend.
I wait for him for a last farewell.

I long, O friend, to be by your side
To enjoy the beauty of this evening.
What has become of you?
You leave me too long alone!
I wander back and forth with my lute
On paths that billow with soft grass.

O Beauty! O endless love - life-intoxicated world!

He alighted from his horse and offered him the drink
Of farewell.
He asked him where he was going
And why it must be.

He spoke, his voice was muffled:
You, my friend,
Fortune was not kind to me in this world!
Where do I go?
I go, I wander in the mountains.
I seek rest for my lonely heart.

I travel to the homeland, my abode.
I will no longer rove in distant lands.
My heart is still and awaits its hour!

The beloved earth everywhere
Blossoms forth in spring and grows green anew!
Everywhere and forever the distant lands brighten and turn to blue!
Forever, forever,
Forever, forever,
Forever, forever,
Forever!

geocities.com/mahleritewebsite

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